Andreas Wendt ist "UK´S TOP 10 FINALIST"
Influential Person of the Year 2024

Andreas Wendt wurde für seine Verdienste und die Präsenz in der Friseur- und Beauty-Branche als "Influential Person of the Year" der SOS BEAUTY AWARDS nominiert. Viele Jahre engagiert sich Andreas Wendt nicht nur in Deutschland, auch international. Seine eigene Haarpflege- und Stylinglinie "Andreas Wendt Professional" verkuafte er live im TV beim erfolgreichen UK-Shopping-Sender Ideal World. Außerdem berichtet er seit Jahren für Fernsehsender und Magazine von der Friseurmesse Salon International in London. Die Jury der Awards ahat Andreas Wendt zum "UK'S TOP 10 FINALIST" ernannt. Gala und Preisverleihung finden im Juni 2024 in Nottingham (UK) statt. 

Andreas Wendt "UK´S TOP 10 FINALIST" der SOS BEAUTY AWARDS 2024

10.12.2023
Salonretter, RTL
20,7% Marktanteil in der Zielgruppe 14-49 Jahre

Vom 04.12. bis 08.12.2023 jeweils ab 13:35 Uhr zeigt RTL die neuen "Salonretter"-Folgen mit Andreas Wendt aus dem Salon "Bohemian Artist" in Augsburg. 

Die erste Folge erzielte am Montag, den 04.12. die beste Einschaltquote seit 2020. In der Spitze wurden 20,7% in der Zielgruppe 14-49 J. erreicht. Vor allem bei den Zuschauerinnen ist der "Salonretter", auch nach 17 Jahren, in allen Altersgruppen ein großer Erfolg. 

RTL-Salonretter Andreas Wendt mit Friseurmeisterin Olga Malygin

Télécran Luxemburg 
Nr. 31/2023 vom 26.07.2023

Moderator und Produzent Andreas Wendt

TV-Coach für Friseure

Seit 2007 ist Andreas Wendt als „Der Salonretter“ im Fernsehen zu sehen. Mehr als 80 Friseurbetrieben hat er seitdem in Deutschland und Luxemburg unter die Arme gegriffen – und das Publikum von TV-Sendern wie ProSieben, „Punkt 12“ oder RTL Lëtzebuerg durfte zuschauen. Mit uns spricht der Wahlluxemburger über seine Fernseharbeit.

Text: Ingo Zwank • Fotos: Marc Wilwert

Seine spitze Zunge ist sein Marken-zeichen, Antworten bleibt der Fern-sehmoderator und TV-Produzent Andreas Wendt, auch bekannt als „Der Salonretter“, in der Regel niemandem schuldig. Die Friseurbetriebe, die den Wahlluxemburger und Beautyexperten zu Hilfe rufen, kritisiert er konstruktiv, untersucht gemeinsam mit ihnen deren wirtschaftliche oder konzeptionelle Schieflage. Und er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, ohne aber verletzend zu werden. „Das ist wirklich nicht meine Art“, sagt der gebürtige Rheinländer aus Düssledorf mit luxemburgischem Pass. 

Zum Friseurberuf kam Andreas Wendt eher zufällig. „Das war 2003/2004. Ich wollte zum Friseur gehen, aber alle Betriebe hatten um 18 Uhr bereits geschlossen. Dabei war ich jemand, der gerne auch mal spät unterwegs war.“ Dies sei der Startschuss gewesen, in dieses Business zu gehen. Er stampfte in Köln ein Geschäft aus dem Boden, das zunächst bis 23 Uhr, später sogar bis zwei Uhr nachts noch geöffnet hatte. 

Eine klassische Friseurausbildung hat Wendt nicht - sein Know-how im Handwerk eignete sich der Quereinsteiger an privaten Friseurakademien und im eigenen Salon an. „Ich ließ mich von meinem Personal ausbilden“, erzählt Wendt, wobei das Haareschneiden an sich den gelernten Kaufmann gar nicht interessierte. „Ich habe es sogar gehasst. Mich haben Farben und Styling fasziniert – wie in Amerika, wo in den Salons Schneiden und Colorieren auch meist getrennt sind.“   

Zum Fernsehen kam Andreas Wendt regelrecht wie die Jungfrau zum Kind. 2007 sprach ihn eine Frau in seinem Kölner Salon an. „Sie fragte mich sehr viel und ihr gefiel meine Schlagfertigkeit“, erinnert er sich. Am Ende i hres Besuchs drückte sie Wendt ihre Visitenkarte in die Hand. „Sie fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, bei einer Reality-Show auf ProSieben mitzumachen“. Das Format hieß „Deine Chance – 3 Bewerber, 1 Job“. Eine Sendung, in der drei junge Kandidaten gegeneinander antreten, um einen Praktikumsplatz in einem Betrieb zu ergattern. „Das heißt, mein Betrieb sollte quasi der Ausbilder sein, der nach einem Lehrling oder Praktikanten sucht und der mehrere Tage mit der Kamera begleitet wird.“ 

Gesagt, getan - es wurde ausgestrahlt und für die Produzenten stand schnell fest, dass der Unternehmer mehr als nur Haare färben und schneiden kann. Wendt kann auch Kamera, und er hat enormes Unterhaltungspotenzial und sorgt für Quote, so das Fazit. 

„Wir hatten ja noch kein Instagram oder TikTok, was sicherlich für den Erfolg mitverantwortlich war.“ 

„Da hatten wir ja noch kein Instagram oder TikTok, Facebook war erst im Kommen, was sicherlich für den Erfolg mitverantwortlich war“, erinnert sich Wendt. „Die Leute haben sich sehr über meine wohl frische und jugendliche Art amüsiert, ich erhielt ausgezeichnetes Feedback.

Es folgte ein neues Format des Senders: „Hilfe vom Profi“ im ProSieben-Mittags-magazin „SAM“. Wendt als Unternehmer half anderen Salons und zeigte ihnen, wie man Probleme im Betrieb in den Griff bekommt. Auch hier gewann er die Herzen des Publikums. „Ich bin in die Läden hineingestürmt, woraufhin die Leute teilweise sehr schockiert reagierten. Das wiederum war natürlich unterhaltsam für die Zuschauer.“  

Betreuung von A bis Z

Es blieb nicht bei der „Hilfe vom Profi“ - eine noch größere Sendung, „Der Salonretter“ wurde aufgelegt. Ob die Betriebe nun Probleme durch eigene Fehlentscheidungen hatten oder auch Probleme mit ihrem Personal, mit Kundenrückgang, mit den Auswirkungen durch die Coronapandemie… Andreas Wendt packt hier tatkräftig mit an. 

„Es begann 2007 mit einem Friseursalon in Münster. Die konnten sich dann auch aus ihrer Schieflage wieder befreien“, sagt er. „Du bist eine Woche bei den Salons, du packst eine Woche mit an, du bringst Impulse, führst unzählige Gespräche, betreust die Leute von A bis Z.“ Was die Betreiber am Ende daraus machen, kann er in gewisser Weise anschließend noch beeinflussen, durch weitere Rückfragen und erneute Besuche. „Aber man kann niemanden zwingen, diesen oder jenen Weg einzuschlagen. Doch viele Läden, bei denen ich anfangs skeptisch war, schafften es am Ende. Das finde ich es immer wieder beeindruckend.“ 

„Ich brauchte etwas Multikulti-Mäßiges.“ 

Ins Großherzogtum hat es den heute 37-Jährigen – ähnlich wie ins Fernsehen – durch eine Anzahl von Zufällen ver-schlagen. Als er 2012 eine enge Freundin besuchte, lernte er seinen Lebenspartner kennen. Daraufhin zog er um, da er kei-ne Lust auf eine Wochenendbeziehung hatte. Deutschland fand Wendt in vielen Dingen sehr festgefahren. „Das hat mich irgendwie genervt - ich brauchte etwas Multikulti-Mäßiges.“ 

Genau das fand er in Luxemburg. „Du kannst Deutsch, Luxemburgisch, Englisch, Französisch oder Portugiesisch reden. Du wirst auf der Straße innerhalb von Sekunden jemanden finden, der die Sprache spricht, die du gerne sprechen möchtest.“ Und jeder ginge mit jedem friedlich um, so sein Empfinden. Hierzulande sei er nicht – wie er es in Deutschland oft erlebt habe - der „Typ aus dem Trash-Fernsehen“, sondern sei überall freundlich aufgenommen worden. 

Neben der neuen Heimat suchte nach einer neuen Geschäftsidee und fand diese in einer Haarpflege-Linie mit rund 21 Pro-dukten, die er auf dem Teleshopping-Sender HS24 in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentierte. Und auch im italieni-schen und englischen Fernsehen punktet er mit „Made in Germany“-Produkten.

Nach vielen Jahren wollte Andreas Wendt nun gerne einmal hinter die Kame-ra wechseln, „Irgendwann wollen die Zuschauer vielleicht auch dein Gesicht nicht mehr sehen“, dachte er sich. Zu der Zeit stand er bereits in lockerem Austausch mit RTL Télé Lëtzebuerg. Als der Fern-sehsender ihm dann die Sendung „Neie Wand mam Wendt“ – der „Salonretter“ als Exportschlager – anbot, startete er als Produzent und Moderator. 

Das neue Format erschien in deutscher, luxembur-gischer oder französischer Sprache, ohne Untertitel, je nachdem welche Sprache im Salon gerade gesprochen wurde. „So haben beispielsweise Kunden oder Mitarbeiter mit mir Luxemburgisch geredet und ich habe auf Deutsch geantwortet. Das war irgendwie schon komisch, wenn man sich das angeschaut hat. Aber ich fand das auch irgendwie cool, spiegelte es doch das Land mit seinen drei offiziellen Sprachen wider“.

2012 stand für Wendt fest: „Ich fokus-siere mich auf eins – das Fernsehen. Alles gleichzeitig wird nie funktionieren.“ So gab er die Geschäftsführung seines Salons in Köln ab, „weil man kein Geschäft in Köln führen kann, wenn man 300 Kilometer entfernt lebt“, seine Produktlinie lief weiterhin online. Von 2012 bis 2014 absolvierte der Unter-nehmer ein zweijähriges journalistisches Volontariat bei einer Fernsehproduktions-firma in Düsseldorf und Köln. 

40 Prozent seiner Arbeitszeit ist Wendt vor der Kamera zu sehen, „die restliche Zeit stehe ich mittlerweile hinter der Kamera.“ So folgten Formate wie „SOS – Einsatz der Beauty-Retter“ (2017 bis 2020), „Vorher Nachher – Dein großer Moment (2019 bis 2020), „Beauty-Retter“ (2021 bis heute) und der „Der Salonretter“, der ebenfalls immer noch ausgestrahlt wird. „Darüber hinaus produziere ich zurzeit selbst viele kleinere Formate für die RTL-Magazine.“ Auch eine Styling/Shopping-Sendung mit Promis in der Mache.   

Salonretter als Lehrmaterial

Dass die Sendung „Der Salonretter“ als Lehrmaterial für angehende Friseure in Deutschland gezeigt wird, ist für ihn ein großes Kompliment. „Da werden in Meis-terklassen und in der Friseurausbildung meine Sendungen gezeigt, damit die Schüler und angehenden Meister wissen, welche Fehler man in der Unternehmertätigkeit vermeiden soll.“ 

Gibt es da irgendwas, das Andreas Wendt bereut, wenn er auf seinen bewegten beruf-lichen Werdegang zurückblickt? „Nein, weil ich ehrlich bin und meine Meinung sage, habe ich mir vielleicht manche Tür von vorneherein verschlossen. Weil ich nicht unbedingt für Diplomatie bekannt bin. Aber warum sollte ich meine Persön-lichkeit verändern? Ich würde alles wieder genauso machen.“  

TOP HAIR BUSINESS
Nr. 20 vom 15.10.2023